Die Wirbelsäule ist ein instabiles Körperteil und wird ausschließlich durch ihr Muskelkorsett stabilisiert. Eine Schonung oder Entlastung schwächt die Muskeln der Wirbelsäule und führt schleichend zu einer "Dekonditionierung" (Schwäche) im entsprechenden Bereich. Schließlich verliert das Muskelkorsett schmerzbedingt die Fähigkeit, der Wirbelsäule den notwendigen Halt zu geben. Blockaden in den Wirbelgelenken sind der verzweifelte Versuch der Wirbelsäule, sich selbst zu stabilisieren.
Um die tiefe Schicht der Wirbelsäulenmuskulatur zu kräftigen, muß die Zielmuskulatur isoliert werden. Da dies mit bisherigen Therapieverfahren nicht möglich war, blieb der Erfolg aus. Da auch psychosoziale Probleme und Ängste Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg bei der Behandlung von Rückenschmerzen haben können, hat sich gerade in diesen Fällen die überwachte und gleichzeitig aktive medizinische Kräftigungstherapie bewährt. Die Kräftigungsübungen „operationalisieren” die Botschaft, dass Schmerz nicht unbedingt „Schaden” bedeutet, und dass sich Funktionalität trotz Schmerzen verbessern lässt.
Ein weiterer Vorteil der Medizinischen Kräftigungs-Therapie gegenüber Gymnastikübungen liegt im dosierbaren Widerstand, der sicheren Bewegungsführung und dem gelenksschonenden Belastungsverlauf.
Für weitere Angaben lesen Sie bitte auch: Technische Voraussetzungen für eine exakte muskuläre Funktionsdiagnostik der LWS.